Ziel von Yoga – Befreiung

Ziel des spirituellen Weges ist Erlösung, Befreiung, Erwachen, Erleuchtung, Nirwana / Nibbana oder Moksha.

IMG_4884Hinter all diesen Bezeichnung steht das Erlangen von Befreiung des wahren Selbst. Und daran geknüpft das Erleben der Einheit allen Seins – von Brahman – Weltseele / das EINE / Urgrund des Seins / der Quelle / Gott und Atman – Einzelseele / Wesenskern / das Göttliche in uns: Atman und Brahman sind eins.

Mit der Befreiung ist das Enden von Samsara – dem Wiedergeburtskreislauf mit Geburt, Altern, Leiden und Sterben – und das Freisein von Karma – dem Prinzip von Ursache und Wirkung unserer Handlungen (Taten, Worte, Gedanken) verbunden.

Die vollkommene Befreiung des Selbst ist verknüpft mit der Befreiung von jeglicher Konditionierungvon jeglicher Bindung durch die Gunas und damit ein Durchschauen der Welt der Erscheinungen = Maya, einem Freisein in allen Schichten des Seins / Koshas und somit einem Erlangen des Zustands des Alleinsseins – Samadhi.

So wie der Wassertropfen im Meer erkennt: „ich bin Wasser, wie alles Wasser ist“, so erkennt der Mensch das Alleinssein, wenn seine Hülle, die Körperschichten = Koshas, transparenter werden. Und so wie der Wassertropfen zum Meer wird, wenn seine Hülle platzt, so verströmt sich der Mensch in Brahman, wenn alle Konditionierung von ihm fällt. Die körperliche Hülle mag noch eine Weile exisiteren, d.h. ein erwachter Mensch ist zwar noch im Körper, aber sein Geist ist vollkommen frei. Er durchschaut die Welt mit ihren Erscheinungen, er erfasst das, was wirklich ist, die absolute Wahrheit, er „sieht“ alles mit „den Augen der Allgegenwärtigkeit“. Für ihn ist alles offen-sichtlich.

Und „inmitten / beyond“ des Alleinsseins / der Allgegenwärtigkeit ist Sat – Sein in der Fülle der Wahrheit, Chit – undifferenziertes/reines Bewusstsein, Ananda – grenzenlose Glückseligkeit, ein Zustand, der mit Worten nicht mehr wiederzugeben ist und der nur denen durch Gnade geschieht, die das endgültige Ziel des spirituellen Weges, die vollkommene Befreiung, erreicht haben.

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