3. Richtige Atmung

Mit der Atmung nehmen wir nicht nur Sauerstoff, sondern auch Energie = Prana in uns auf. Für unser körperliches und auch geistig-seelisches Wohlbefinden ist es daher wesentlich, dass wir die Atmung richtig einsetzen. Auch dass wir gezielt und unter Anleitung Atemübungen zum Reinigen und Vitalisieren des Körpers sowie auch zum Beruhigen und Stabilisieren des Geistes praktizieren.

Atmung: Atme gleichmäßig und tief in der Haltung ein und aus. Fühle, wie die Atembewegung den Körper weitet und zusammenzieht. Versuche mit der Einatmung Länge zu schaffen und mit der Ausatmung tiefer in die Haltung zu gehen. Um dies zu verstärken, kannst Du Dir vorstellen, dass Du mit der Einatmung Energie in Form von Licht / Helligkeit / Kraft / Leichtigkeit in Deine Körpermitte aufnimmst (z.B. über die Füße, in manchen Haltung auch über die Hände oder auch Körpermitte) und mit der Ausatmung die Energie in Deinem Körper in alle Richtungen verteilst. Die Energie folgt Deiner Aufmerksamkeit. Bringe also die Aufmerksamkeit dorthin, wo Energie benötigt wird, z.B. in Deinen Schwachstellen.

Energielenkung: Es gibt Energieströme, die von außen nach innen strömen, und solche, die von innen nach außen streben. Die von außen hineinströmende Energie verbindet uns mit unserer Mitte, mit uns selbst. Auf physischer Ebene ist es die Kraft, die uns Stabilität und Halt gibt und die uns auch beim Üben vor Verletzung schützt. Die von innen nach außen strömende Energie ist die Energie, die uns nach außen anbindet und uns mit dem Leben mitfließen lässt. Auf physischer Ebene ist es die Kraft, die unseren Körper weiter, flexibler, beweglicher und transparenter macht. Im Yoga können wir Einfluss auf die Energieströme nehmen, denn Prana fließt gezielt auch dahin, wo die Aufmerksamkeit hingeht. Du kannst Dir vorstellen, dass Du Prana in Deiner Körpermitte mit jedem Atemzug sammelst, wenn Du die Muskulatur nach innen zum Knochen hin “saugst” und mit der Ausatmung verlängere den Muskel und lasse die Energie in alle Richtungen Deines gedehnten / verlängerten Körpers nach außen strömen. So tankst Du Deinen Körper mit Prana=Kraft=Licht=Lebens-Energie=Vitalität=Lebendigkeit auf.

Mitfließen: In einer Bewegungsabfolge = Vinyasa spüre die Bewegung synchron mit der Atmung, wobei der Atem führt und die Bewegung unmittelbar dem Atem folgt. Falls Du einen anderen Atemrhythmus als den angesagten hast, richte Dich nach Deinem Rhythmus so, wie es für Dich am besten ist. Spüre den kontinuierlichen Fluss der Atmung und der Bewegung und das Pulsieren der Lebendigkeit in Deinem Körper.

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