5. Richtige Ernährung

“Man ist, was man isst”, so sagen es die alten yogischen Texte. Wenn wir Yoga üben, so wird die Ernährung immer wichtiger, je intensiver wir uns auf die Praxis einlassen. Denn wir werden durch Yoga immer feinfühliger. Wir fühlen mehr und mehr, was der Körper möchte und was gut für ihn ist. Dass die Ernährung und das körperliche Wohlbefinden zusammenhängen, ist jedem ersichtlich. Dass aber auch die Stimmung und unser geistig-seelisches Wohlbefinden unmittelbar von der Ernährung abhängen, dies wird immer klarer spürbar, je länger wir Yoga üben.

Vitalstoffreiche Ernährung: Aus yogischer Sicht sind die unbehandelten Lebensmittel den behandelten vorzuziehen. Da manche Lebensmittel unmittelbar zu Trägheit führen und uns schlapp machen, andere Lebensmittel den Geist unruhig und uns nervös machen und wieder andere belebend, verjüngend und regenerierend wirken, empfiehlt es sich, sich mit dem Thema Ernährung mehr zu befassen, z.B. Empfehlungen aus dem Ayurveda, der altindischen Heilslehre, die bevorzugt sattvige Ernährung empfiehlt, eine vitalstoffreiche Ernährung. Auch sollte man wissen, dass manche Lebensmittel oder Lebensmittelkombinationen sich ungünstig auf den Körper auswirken, da sie stark übersäuernd sind. Die Schlacken eines übersäuerten Körpers lagern sich gerne in den Gelenken ab. Wird dann auch noch wenig getrunken, so kann dies im Laufe der Zeit zu (Morgen)-Steifigkeit und Gelenksbeschwerden führen. Um also beweglich, fit und kraftvoll zu bleiben, gilt es, nicht nur auf die Lebensmittel an sich zu achten, sondern auch darauf, ob der Körper übersäuert ist oder nicht (was man selbst leicht mit Teststreifen für den Säure-Base-Haushalt aus der Apotheke überprüfen kann).

Vor dem Üben nichts essen: Wichtig ist es, dass man ca. zwei Stunden vor dem Üben nichts mehr isst, ansonsten kann man sich beim Üben sehr unwohl fühlen, z.B. durch Sodbrennen / Bauchdrücken bis hin zu Übelkeit. Lieber hinterher essen. Trinken ist sehr wichtig. Allerdings solltest Du nur vor und nach der Yogastunde trinken. Während der Yogastunde nur dann, wenn es unbedingt nötig ist. Diese Regel ist wichtig, um das langsam durch die Körperübungen entfachte innere “Feuer”  nicht gleich wieder durch Trinken „abzulöschen“. WIr brauchen die aufkommende innere Hitze, die wir mittels Vinyasas = Bewegungsabfolgen und Asanas und der dabei stattfindenden tiefen Atmung entstehen lassen, für die Dehnung, Kräftigung und Reinigung („Schmelzen“/Ausscheiden von Schlacken/Blockaden) unseres Körpers.

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