1. Richtige geistige Haltung

Wir können Yoga ein bisschen üben, dann machen wir Gymnastik, die gut tut. Aber wir haben dann nicht die umfassende heilende Wirkung des Yoga für uns, d.h. die Wirkung auf Körper, Geist und seelisches Wohlbefinden. Um Yoga ganz für sich zu nutzen, müssen wir unser Bewusstsein mit einbeziehen.

– Bewusstsein: Richte während des Übens die ganze Achtsamkeit nach innen in Deinen Körper. In manchen Haltungen kannst Du die Augen schließen, bei anderen Haltungen ist es sinnvoll, sie offen zu haben. Um den Geist zu Ruhe zu bringen ist es gut, die Augen in der Haltung still auf einen Punkt (Drishti) zu richten. Versuche mit ganzem Bewusstsein in der Haltung zu sein. Fülle Deinen ganzen Körper mit Bewusstsein aus. Spüre Deinen Körper ganz von Innen von Kopf bis Fuß.

– Interessiertsein: Verweile wach und mit Interesse  in der Haltung. Übe nicht mechanisch, während Du an etwas anderes denkst, sondern bleibe beim achtsamen Fühlen. Sobald Du konzentriert fühlst, ist im Geist kein Raum mehr für Gedanken da. Fühlen und gleichzeitig denken, geht nicht. Es geht nur nacheinander.

– Freude statt Ehrgeiz: Übe mit Freude, aber nicht mit Ehrgeiz. Wir müssen nirgendwohin. Der Körper antwortet mit Unbehagen oder gar mit Schmerz, wenn wir Haltungen zu tief oder mit zu viel Druck einnehmen. Wir müssen auch nicht alle Haltungen einnehmen können. Wichtiger ist viel mehr, zufrieden und glücklich zu sein mit dem, was der Körper ermöglicht. Und auch im Alltag allmählich mehr und mehr annehmen zu können, was das Leben auf uns zukommen lässt. Yoga ist nicht dazu da, damit wir die Nase oder das Bein irgendwohin bringen können, sondern damit wir im Alltag zurecht kommen, damit wir glücklich und zufrieden sind und schließlich das Leben mit Freude annehmen können, wie es von Moment zu Moment ist.

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